Mandantenrundschreiben 7/2017

Kosten eines Scheidungsverfahrens • Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen • Bewertung und Erhaltungsaufwendungen bei schenkweise übertragenen Immobilien

Sehr geehrte Damen und Herren,


es ist über wichtige Rechtsprechung zu berichten. Der Bundesfinanzhof hat im Hinblick auf den
Ansatz außergewöhnlicher Belastungen entschieden, dass nach seit 2013 geltendem Recht Kosten
eines Scheidungsverfahrens nicht abzugsfähig sind. Bestätigt wurde somit die restriktive
Rechtsprechung zum Abzug von Prozesskosten. Des Weiteren hat der Bundesfinanzhof klargestellt,
dass eine Verteilung von größeren außergewöhnlichen Belastungen im Billigkeitswege auf mehrere
Jahre auch dann nicht in Frage kommt, wenn sich die dem Grunde nach abzugsfähigen Kosten
wegen der Höhe steuerlich nicht auswirken. Dies kann gerade bei krankheits- oder
behinderungsbedingten Umbaumaßnahmen in der Praxis ein Problem sein.


Weiterhin ist auf eine Rechtsprechungsänderung hinsichtlich der Berechnung der Schenkungsteuer
bei Zahlung einer Abfindung für den Verzicht auf einen künftigen Pflichtteilsanspruch hinzuweisen. Die
hierfür maßgebliche Steuerklasse richtet sich nach dem Verwandtschaftsverhältnis zwischen
Zahlungsempfänger und Zahlendem, wie der Bundesfinanzhof entschieden hat. Dies ist insbesondere
hinsichtlich des persönlichen Freibetrags vielfach ungünstig.


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